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Sommercup Köln – das Sprungbrett für die Stars von morgen

Es läuft gut für das deutsche Tennis, im Speziellen für den Nachwuchs. Standen bei den French Open mit Alexander Zverev und Antonia Lottner erstmals zwei Deutsche im Finale, konnten sich beim Future in Köln zwei Deutsche den Titel sichern.

Der Sommercup Köln 2013 ist Geschichte und Antonia LOTTNER ist nun ein Teil davon. Mit 4:6, 6:4 und 7:5 konnte sie im Finale die an fünf gesetzte Anastasiya VASYLYEVA bezwingen und eine Woche nach dem Erreichen des French Open-Finals bei den Juniorinnen ihren ersten Outdoor-Titel bei einem Damen-ITF-Turnier gewinnen (dritter insgesamt). Zunächst tat sie sich mit der unorthodox spielenden Ukrainerin schwer. Die vielen Slice- und Stoppbälle ließen die 16-jährige nicht wirklich in den Rhythmus kommen. Aber Lottner kämpfte und konnte das Match drehen und ihren ersten Matchball nutzen. Unter anderem wurde sie auch von Bundestrainerin Barbara RITTNER beobachtet und unterstützt, die es sich, wie ihr für die Herren zuständige Kollege Carsten ARRIENS, nicht nehmen liess auch wieder persönlich auf der RTHC-Anlage am Kurtekotten vorbeizuschauen. Die beiden bleiben ihrer Linie treu: Sie sichten und unterstützen den deutschen Nachwuchs eben nicht nur bei den großen ATP/WTA-Turnieren oder Grand Slams. Eine sehr positive Entwicklung.

Der Herren-Sieger 2013 ist der Vorjahresfinalist Jeremy JAHN. Er besiegte Kamil CAPKOVIC (SVK) mit 6:3, 6:0 und folgt auf Jan-Lennard STRUFF in der Siegerliste. Nach dem Finale verriet Jahn Turnierdirektor Carsten Schauff: “Eigentlich bin ich ohne große Erwartungen nach Köln gekommen, denn ich habe mich nicht wirklich gut gefühlt. Aber nach dem Viertelfinale hat sich alles geändert und ich spürte, das dieses Jahr noch mehr gehen könnte.”  Dies bekam sein Finalgegner auch zu spüren. Jahn spielte konsequenter und hatte bei allen Schlägen Vorteile und so ging das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung. Der für Burghausen in der Bundesliga spielende Nr. 599 der Weltrangliste feierte damit auch seinen ersten Turniersieg auf der ITF-Tour.

Dem sympathischen Münchner war es sehr wichtig, dem Turnierteam Danke zu sagen, denn die Woche hatte einiges an Prüfungen für die Spielerinnen & Spieler bereitgehalten. Auf normales Wetter folgte die Hitzewelle bis 38 Grad, ein heftiges Gewitter, Sturzregen, Schwüle wie im Regenwald und ein Temperatursturz um gut 20 Grad.

All dies zehrte an der Substanz und an den Nerven. Über 1.000 Liter Wasser, 500 Dosen eines Energy-Getränkes und hunderte von Mineralien-Beutel wurden den Athleten gereicht und trotzdem waren die Physiotherapeuten Jerry und Marc von Novotergum mit die gefragtesten Personen auf der Anlage. Der Sommercup machte seinem Namen alle Ehre und liess auch die Zuschauer stöhnen.

Co-Turnierdirektor Marc-Kevin GOELLNER war trotz des reduzierten Budgets, Einsparungen gab es vor allem am Rahmenprogramm, mit dem sportlichen Ablauf voll zufrieden. Der Sommercup zeigte sich stark besetzt wie nie zuvor. Qualitativ wie quantitativ. Alleine bei den Damen hatten Shoot-Out und Qualifikation über 25% Zuwächse. Das Shoot-Out der Herren war prall gefüllt und die Qualifikation zum 6. Mal hintereinander ausverkauft. Hier wird dem regionalen Nachwuchs die Chance gegeben, einmal an einem solchen Event teilzunehmen und wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Alle Doppelfelder waren ebenso vollständig gefüllt. Der Sommercup Köln ist beliebt wie nie zuvor. Die perfekt erreichbare, interessante “schönste Stadt der Welt” – Köln. Dazu ein Club (RTHC Bayer Leverkusen), der alle Ansprüche an eine perfekte Turnieranlage erfüllt und ein Turnier-Team, welches mit Erfahrung, Enthusiasmus und Leidenschaft präsent ist.

Und sportlich zeigen die deutschen Sieger/innen, wie wichtig das Turnier für sie ist und welche Chancen es ihnen bietet. Vorjahressieger Jan-Lennard STRUFF z.B. hat sich nach der Qualifikation für Roland Garros nun auch in Wimbledon ins Hauptfeld gespielt und wird nach dem Turnier unter den Top 100 gelistet.

Der Sommercup Köln war, ist und soll weiter ein Sprungbrett vor allem für den deutschen und regionalen Nachwuchs sein. Und dafür setzen sich Goellner und Schauff mit Ihrem Team ein.

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Damen von links: Vasylyeva, Turnierdirektor Schauff, Lottner
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Herren von links: Capkovic, Turnierdirektor Schauff, Jahn
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Davis Cup-Sieger Marc-Kevin Goellner am Ergebnisboard