Alle Gewinner auf einen Blick

Der Sommercup 2011 ist zu Ende.

Die Gewinner sind:

Herreneinzel: Holger Fischer (GER)

Dameneinzel: Sandra Zaniewska (POL)

Herrendoppel: Dennis Bloemke (GER) und Peter Steinberger (GER)

Damendoppel: Anna Zaja (GER) und Vanessa Henke (GER)

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Mit 30 Jahren den ersten Sandplatztitel

Köln. Die Routine setzte sich am Ende gegen die Unbeschwertheit durch: Holger Fischer (Sandhausen / Foto 2. v.l.) gewann am Sonntagnachmittag den Sommercup 2011 bei den Herren und folgt auf Jan-Lennard Struff. Über die komplette Turnierwoche zeigte Fischer ein großartiges Tennis und überstand dabei auch prekäre Situationen. Wie im Viertelfinale, als er in Satz drei gegen Peter Torebko bereits 1:4 0:40 hinten lag und später bei 4:5 zwei Matchbälle abwehrte. „Wenn du solche Spiele noch drehst, dann ist es sehr häufig der Fall, dass du am Ende auch das Turnier gewinnst, es pusht dich einfach“, sagte Fischer später. Mit einem Turniersieg hat er jedoch nicht geliebäugelt: „Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe so ein Turnier zu gewinnen, wenn ich gut spiele. Aber das Turnier hier ist so gut besetzt, da kannst du vorher nicht davon ausgehen.“

Sein Gegner Matt Reid (Australien) hatte im Finale mit 2:6/1:6 deutlich das Nachsehen, wie er neidlos anerkannte: „Holger hat wirklich großes Tennis gespielt und war einfach besser.“ Für den „Aussie“ war es die vierte Finalteilnahme auf der Tour, wobei es bei einem Turniersiegt bleibt. Der Routinier Fischer wird seinen Erfolg heute Abend gediegen genießen. „Ich bin nicht so der Feiertyp“, lächelt der 30-Jährige. Der Titel sei ihm dennoch sehr wichtig, denn „es ist der erste auf Asche.“

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Zaniewska gewinnt in ihrem „Wohnzimmer“

Köln. Sandra Zaniewska (Polen / Foto 2 v.l.) hat es vollbracht: Mit einem 6:4/6:2 Erfolg über Lena-Marie Hofmann (TC Luitpoldpark) hat die Vorjahressiegerin ihren Titel in Weiden erfolgreich verteidigt. „Es ist einfach traumhaft. Ich habe dieses Turnier schon nach dem ersten Sieg geliebt, jetzt liebe ich es noch mehr“, sagte die überaus glückliche Polin. Bei der Siegerehrung betonte sie noch einmal, wie wichtig es ihr war, zurück nach Köln zu kommen. Dafür hat sie sogar ein viel größeres Turnier in ihrer Trainingsheimat Türkei ausfallen lassen, obwohl es dort größeres Preisgeld und mehr Punkte für das Ranking gab: „Irgendwas in mir hat gesagt, dass ich wieder nach Köln muss. Das Turnier hier ist einfach etwas ganz besonderes.“ So besonders, dass sie Boris Becker adaptiert: „Der Centercourt hier in Weiden ist mein persönliches Wohnzimmer!“

In diesem Wohnzimmer war sie am Sonntag nicht zu schlagen. Auch wenn Lena-Marie Hofmann stets versuchte Druck aufzubauen, war Zaniewska in den entscheidenden Situationen zur Stelle. „Ich habe leider nicht so gut spielen können, wie ich es mir vorgenommen habe, war aber auch von den Anstrengungen der Woche gezeichnet“, sagte Hofmann. Für Zaniewska stand keine zwei Minuten nach Matchende eins bereits fest: „Im nächsten Jahr bin ich wieder da und versuche den Hattrick!“

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„Ein ganz besonderes Turnier“

Köln. Die Zuschauer auf der Anlage des TC Weiden bekamen am Samstag alles geboten, was das Tennisherz begehrt. Spannende Spiele, lange Ballwechsel und den ein oder anderen Zauberschlag. Obendrein geizten die Spielerinnen und Spieler nicht, was die Länge der Matches angeht. Beide Damenhalbfinals und auch das Herrenhalbfinale gingen über die volle Distanz. Allein das Match auf dem Centercourt dauerte 2 Stunden 20 Minuten. Dabei spielten Lena-Marie Hofmann (Foto) vom TC Luitpoldpark gegen die Qualifikantin Carolin Daniels vom VfL Bochum. Daniels gewann den ersten Satz mit 6:4 und alles sah danach aus, dass sich die Überraschungsspielerin des Turniers bis in das Finale spielen kann. In Durchgang zwei lag sie dann aber recht schnell mit 1:5 hinten und verlor den Satz mit 4:6. Hofmann hatte ihr somit ihren ersten Satzverlust im Turnier zugefügt.

„Anfangs war ich ziemlich nervös und verkrampft, hinten raus wurde es dann deutlich besser und ich habe auch richtig durchgezogen und wurde locker“, so Lena-Marie Hofmann. Während sich Hofmann steigerte ließ Daniels mit Dauer der Partie nach. „“ Mit 6:2 entschied Hofmann letztlich das Spiel für sich und zog ins Finale ein. Dort trifft sie auf die Titelverteidigern Sandra Zaniewska aus Polen. Sie traf im Halbfinale auf Bianca Koch vom TC Ettlingen. Die favorisierte Polin sicherte sich den ersten  Satz recht schnell mit 6:3. Koch war anfangs sehr nervös, fand aber zunehmend ins Spiel: „Ich habe mit der Zeit wirklich gut gespielt und im zweiten Satz das abgerufen, was ich kann.“ Mit 6:1 spielte sich Koch in den dritten  Satz. Da war es dann aber vorbei. Zaniewska blieb bei ihrem Spiel und gewann mit 6:1 im dritten Satz. Koch klagte dabei über Probleme im Adduktorenbereich. „Ich war ganz schön kaputt, die Beine schwer und dann ging nicht mehr viel. Gegen Sandra musst du jeden Punkt drei Mal machen, weil sie alles ausgräbt, das ist entsprechend anstrengend.“ Die Titelverteidigern war mit ihrem Spiel zufrieden: „Ich habe während der Saisonpause viel für die Fitness getan. Es ist einer meiner Stärken. Jetzt bin ich froh hier erneut im Finale zu stehen. Der Sommercup ist für mich ein ganz besonderes Turnier.“

Bei den Herren gab es nur ein Halbfinale. Matt Reid (Australien) stand schon als Finalteilnehmer fest, da sein Gegner Hans Podlipnik-Castillo wegen Schulterbeschwerden zurückzog.

Sein Gegner um 14 Uhr ist der Mannheimer Holger Fischer. Fischer, mit 30 Jahren ältester Spieler im Halbfinale, bezwang den Qualifikanten Florian Fallert, für den das Turnier trotz der Niederlage zufriedenstellend war: „Ein geiles Turnier von Anfang an. Aber am Ende war bei mir der Tank einfach leer. Im dritten Satz habe ich gemerkt, dass ich viele Spiele in der Woche absolviert habe.“ Fallert begann das Spiel gut, lag schnell vorne, musste den Satz dennoch mit 5:7 abgeben. Im zweiten Durchgang setzte er sich mit 6:3 durch. Danach konnte er seiner Leistung nichts mehr zusetzen. Routinier Fischer spielte seinen Stil runter und sicherte sich mit 6:3 im dritten Satz die Finalteilnahme.

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Bloemke und Steinberger holen Titel

Köln. Für den Geschmack der Zuschauer ging es bei den Herren etwas zu schnell. Nach nur einer Stunde und sechs Minuten standen die Sieger im Herrendoppel fest. Peter Steinberger (Foto l.) und Dennis Bloemke gewannen gegen Sebastian Serrano (Kolumbien) und Jerome Inzerillo mit 6:1 und 7:5. In Satz eins begann für das Süddeutsche Duo ideal. Sie breakten  beide Gegner  und  brachten  ihren  Aufschlag  jeweils durch. Der Rest war beim 6:1 Formsache. Satz zwei gestaltete sich da schon spannender, allerdings bestand zu keiner Zeit der Eindruck, dass die beiden Deutschen das Spiel nicht gewinnen würden. Auf der Tribüne hatten sie einen bekannten Unterstützer. Dustin Brown (Nr. 109 der Welt/s. nächste Seite), feuerte seine Freunde von der Tribüne aus auf dem Centercourt an. Die enttäuschten ihn nicht und sicherten sich den ITF-Doppeltitel beim Sommercup.

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Zaja und Henke erfolgreich

Köln. Die beiden Favoriten setzten sich letzten Endes durch: Vanessa Henke (Foto l.) und Anna Zaja gewannen den Doppeltitel beim Sommercup 2011 in Köln. Die beiden an zwei gesetzten Spielerinnen verloren den ersten Satz mit 1:6, ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen. Im Anschluss holten sie sich Durchgang zwei mit 6:3 und erzwangen so den Champions-Tie-Break, der im Doppel statt eines dritten Satzes gespielt wird. Hier waren die späteren Sieger klar überlegen, gaben nur zwei Punkte ab und sicherten sich mit einem 10:2 Erfolg den Turniergewinn. Die beiden Damen waren damit die ersten Sieger beim Sommercup, die die neu gestaltete Trophäe erhielten, die es ab diesem Jahr für die Gewinner gibt. „Das ist wirklich mal was anderes“, freuten sich beide, über die sehr persönlich gestaltete Kölner Trophäe.

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Ein Fest für die Lachmuskeln

Köln. Samstag ist Großkampftag! Drei Halbfinals im Herren und Damen Einzel (ein Halbfinale musste wegen der Verletzung eines Spielers abgesagt werden) und dazu beide Finals im Doppel. „Wir haben die ganze Woche über hochklassiges Tennis gesehen, auch in der Qualifikation. Die Spieler, die Samstag auf dem Platz stehen haben sich als die stärksten erwiesen. Morgen  wird beim TC Weiden ganz großes Tennis gespielt“, verspricht Carsten Schauff.

Mit einem Zwinkern  verweist der Turnierdirektor noch auf das „heimliche  sportliche  Highlight.“ Ab 14.30 Uhr wird es auf dem Centercourt unterhaltsam. Beim Schaukampfevent „Marc & Friends“ werden die Lachmuskeln der Zuschauer stark beansprucht. Davis-Cup Sieger Marc-Kevin Goellner lädt zum „Match of the week.“

Dazu hat Goellner ein paar seiner Freunde eingeladen, um ihm bei diesem Einlagespiel zu unterstützen. Die Gäste sind dabei keine geringeren als die zweifache Fußballwelt-meisterin  Sonja Fuss (Foto, mit Schauff), FED-CUP Chefin Barbara Rittner, Dr. Ingo Wolf MdL, Comedian John Doyle und Schauspielerin Lilli Holunder (Anna und die Liebe).

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Bloemkes Revanche an Reid

Köln. Im Einzel hat es für Dennis Bloemke nicht zu einer Finalteilnahme gereicht. Im Anschluss an seine Dreisatzniederlage gegen Matt Reid bekam er aber die Chance sich zu revanchieren. Im Doppelhalbfinale musste er mit seinem Partner Peter Steinberger (Foto) gegen die Australier Reid und Joel Lindner ran. Bloemke nutzte diese Gelegenheit gemeinsam mit Steinberger. Sie gewannen 6:4/6:3 und zogen in das Finale ein. Dort treffen beide auf die französisch-kolumbianische Paarung Jerome Inzerillo/Sebastian Serrano. Die spielten gegen die Chilenen Podlipnik-Castillo/Urzua-Rivera. Die Chilenen unterlagen deutlich mit 1:6/1:6, benachteiligt durch eine Verletzung von Hans Podlipnik-Castillo. Der riss sich vermutlich eine Muskelfaser in der Schulter und konnte den Arm nicht mehr heben. Für das Halbfinale im Einzel, in dem er  gestanden hätte, musste er seine Teilnahme anschließend zum Bedauern der Turnierleitung absagen.

Bei den Damen kommt es im Doppel zum rein deutschen Finale zwischen Carolin Daniels und Christina Shakovets sowie Vanessa Henke und Anna Zaja. Daniels/Shakovets setzten sich in drei engen Sätzen mit 6:4/3:6/10:6 gegen Dejana Raickovic und Lena-Marie Hofmann durch.  Das zweite Halbfinale war etwas einseitiger. Vanessa Henke und Anna Zaja, an Position zwei gesetzt, setzten sich gegen die Lokalmatadorinnen Linda Prenkovic und Tiffany Cornelius aus der MKG-Akademie mit 6:3/6:2 durch.  Das Damenfinale beginnt am Samstag um 14.30 Uhr das Herrenfinale folgt eine Stunde später.

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Daniels weiterhin ohne Satzverlust

Köln. Lena-Marie Hofmann vom TC Luitpoldpark in München hat das Halbfinale des ITF-Weltranglistenturniers in Köln erreicht. Die Deutsche gewann gegen Jana Jandova mit 6:3/6:4. Hofmann, an drei gesetzt, trifft nun auf Carolin Daniels (Foto) vom VfL Bochum. Daniels ist die Überraschung des Turniers. Die Qualifikantin gab bis dato keinen Satz ab, schlug die topgesetzte Nina Zander und setzte ihren Siegeszug im Viertelfinale gegen Katerina Kramperova aus Tschechien mit 6:2/6:2  fort. Dabei war noch nicht mal klar, ob Daniels überhaupt am Turnier teilnehmen würde. „Ich habe überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, weil ich nicht davon ausgegangen bin mehr als ein oder zwei Spiele zu spielen und ich noch für den VfL Bochum in der Bundesliga spielen musste“, sagte die Paderbornerin. Der bisherige Erfolg entspringt vielleicht auch ein Stück weit der Lockerheit, die sie mit ins Turnier gebracht hat: „Ich habe nicht viel erwartet, wollte nur Tennis spielen und ein wenig Spaß haben.“

Das zweite Halbfinale komplettieren Bianca Koch (TC Ettlingen) und Sandra Zaniewska. Koch besiegte Anna Zaja aus Mengen mit 6:4/6:2. Parallel hatte es Zaniewska mit Vanessa Henke aus Brabach zu tun. Gegen den Underdog verlor Zaniewska den ersten Satz mit 3:6. Anschließend drehte die Titelverteidigerin auf. Sie drehte den Spieß um und gewann am Ende deutlich mit 6:0/6:1 in den anschließenden Sätzen.

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Reid kampflos im Finale

Köln. Bei den Herren hat es im Viertelfinale nun auch den zweiten Finalisten aus 2010 erwischt. Dennis Bloemke (Ismaning) unterlag dem Australier Matt Reid in drei Sätzen mit 6:4/2:6/6:7. Im Tie-Break  des  dritten Satzes  lag Bloemke mit 5:3 vorne und hatte Aufschlag. Er servierte einen Doppelfehler  zum 5:4 und verlor noch mit 8:6. „Ich habe sehr aggressiv serviert. Wenn er kommt stets wahrscheinlich 6:3 und alles ist gut, so stand es 5:4, er hatte zwei Aufschläge und am Ende verliere ich. Das ist halt Tennis“, sagte Bloemke mit einem Lächeln. Nächster Gegner von Reid wäre der Chilene Hans Podlipnik-Castillo gewesen. Er gewann mit 6:2/6:0 gegen den Russen Alexey Vatutin, verletzte sich aber im Doppel-Halbfinale an der Schulterund musste seine Teilnahme zurückziehen.Reid steht somit als erster Finalteilteilnehmer fest.

Der Deutsche Florian Fallert profitierte ebenfalls von dem Verletzungspech seines Gegners. Der Ire Louk Sorensen sagte wegen Miniskusproblemen ab, Fallert kam kampflos ins Halbfinale. Somit wird auf jeden Fall ein Deutscher im Finale stehen, denn Fallert trifft im Halbfinale auf den Mannheimer Holger Fischer (Foto). Er gewann im Match of the day gegen Kevin Krawietz. Beim 6:3/6:4. setzte Fischer auf dem Centercourt die entscheidenden Akzente.

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