Sommercup Köln macht seinem Namen alle Ehre

Der Starttag des Hauptfeldes verlangte allen Beteiligten bei bis zu 35°C alles ab. Trotzdem waren es auch einige Qualifikanten, die trotz der Mehrbelastung als Sieger der Erstrundenmatches hervor gingen. Besonders Vorjahres-Halbfinalist JEAN-Marc Werner (auf dem Bild mit einem eiskalten POWER HORSE) imponierte nach verlorenen ersten Satz mit toller kämpferischer Leistung. TAMARA KORPATSCH und FLORIAN FALLERT machten es Werner nach, konnten sich als Qualifikant allerdings sogar schon in zwei Sätzen durchsetzen. Startprobleme hatte dagegen ANTONIA LOTTNER, Finalistin des French Open Juniorinnen-Turniers vor 10 Tagen, gegen die dreigesetzte Brasilianerin MARIA-FERNANDA ALVES – 4:6, 6:1, 6:3 hiess es am Ende. Unter anderem wurde sie auch von Bundestrainerin BARBARA RITTER beobachtet und unterstützt, die es sich, wie ihr für die Herren zuständige Kollege CARSTEN ARRIENS, nicht nehmen liess auch wieder persönlich auf der RTHC-Anlage am Kurtekotten vorbeizuschauen. Die beiden bleiben ihrer Linie treu: Sie sichten und unterstützen den deutschen Nachwuchs eben nicht nur bei den großen ATP/WTA-Turnieren oder Grand Slams. Das spielerische Glanzlicht boten der Chilene SAAVEDRA-CORVALAN (Nr.7) und MARC RATH. Mit abwechslungsreichen, hochklassigen Ballwechseln unterhielten die beiden die Zuschauer. Rath setzte sich am Ende in drei Sätzen durch. Mit Spannung wurde auch das Match vom FERRAN VENTURA gegen den für den TC BW Lechenich spielenden griechischen Davis Cup-Spieler TED ANGELINOS erwartet. Wie hatte der Spanier die drei Matches der Qualifikation überstanden? Vor allem das letzte über 4 1/2 Stunden. Trotz großen Einsatzes Venturas stand doch am Ende ein solider 6:3, 7:6 Sieg für den Griechen. Am Mittwoch (2. Runde Einzel + 1. Runde Doppel) liegt das Augenmerk u.a. auf das deutsche Duell der Doppelpartner STEVEN MONEKE und Vorjahresfinalist JEREMY JAHN. Zusätzlich weckt DANIEL MASUR, der mit dem Sieg über den Inder PRASHANT seinen ersten Weltranglistenpunkt eingefahren hat, Hoffnungen. Setzt er seine tolle Form gegen den Russen DENIS MATSUKEVITCH fort, sollte er eine gute Chance haben. Bei den Damen steht eine Deutsche auch schon sicher im Viertelfinale, denn LOTTNER trifft nun auf die Qualifikatin KORPATSCH. Das Spiel wird ebenso mit Spannung erwartet wie das der topgesetzten ANNA ZAYA gegen die Italienerin SAVORETTI. Spielstart dieser Partie ist morgen wieder um 10:30 Uhr, die Einzel werden von den Doppeln gefolgt.

Die Qualifikation ist beendet

“Immerhin ist der Regen warm!” Mit diesen “aufmunternden” Worten kommentierte einer der Schiedsrichter den wirklich Regenschauer am Nachmittag. Trotz der kurzen Abkühlung – einen Abbruch gab es nicht – wurden die Duelle um die jeweils acht begehrten Hauptfeldplätze weiter hitzig geführt. Das absolute Highlight bot Ferran Ventura (ESP) gegen den viergesetzten Andrei Lotniy (RUS). 4 1/2 Stunden schlugen sich die beiden in bester Sandplatzmanier die Bälle um die Ohren. 6:7, 6:3 und 7:5 konnte der erfahrene 35-jährige Spanier am Ende die Oberhand behalten.
Bei den Jungs qualifizierten sich folgende Spieler für das Hauptfeld und damit für den Kampf um die Weltranglistenpunkte: Ferran Ventura (ESP), Jannis Kahlke, Jean-Marc Werner (letztes Jahr schon im Halbfinale gewesen), Florian Fallert (Halbfinalist 2011), Leon Schuett, Tim Focht (alle GER), Alexey Vatutin (RUS) und Robin Stanek (CZE) Bei den Mädels sind Hanna Landener, Anna Klasen, Tamara Korpatsch,Verena Schmid (alle GER), Lenka Kuncikova, Marina Hruba, Diana Sumova (alle CZE) und die Niederländerin Eva Wacanno die Qualifizierten.

Das Hauptfeld startet am Dienstag mit allen Matches der ersten Runde. Bei erwarteten 35° C werden die topgesetzte Deutsche Anna Zaya gegen die Spanierin Carmen Lopez-Rueda und die 16-jährige Finalistin der Juniorinnen-French Open Antonia Lottner mit Spannung erwartet (gegen die drittgesetzte Brasilianerin Maria-Fernanda Alves). Im Damenfeld befinden sich alle Direkt-Annahmen unter den ersten 800 der Weltrangliste, was im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung darstellt.

Bei den Herren führen die Daviscup-Spieler Hans Podlipnik-Castillo (Nr. 1/ATP 283/Chile) und der für den TC Blau-Weiß Lechenich spielende Grieche Ted Angelinos (Nr. 3) die Meldeliste an. Dazwischen wird Steven Moneke notiert. Er trifft in einer rein deutschen Begegnung auf Matthias Wunner, einen weiteren ambitionierten jungen Spieler. Überhaupt darf man auf das Abschneiden der mit einer Wildcard ausgestatteten jungen Garde um Kevin Kaczynski, Daniel Masur und Oscar Otte gespannt sein. Besonderes Augenmerk sollte man aber auch auf Jeremy Jahn legen, den Senkrechtstarter des letzten Jahres und Überraschungsfinalisten 2012 (Niederlage gegen Jan-Lennard Struff).

Ein heisser Tag erwartet uns. Kommen Sie vorbei und fiebern und schwitzen mit.

Die Spiele starten!

Um 9:30 geht’s am Sonntag los. Nach erfolgreichem Shoot-Out mit über 60 Teilnehmern standen auch die letzten Wildcards fest. Über 120 Spielerinnen und Spieler wollen sich durch die drei Qualifikationsrunden kämpfen, um dann im Hauptfeld an die begehrten Weltranglistenpunkte zu kommen. Sonntag wird eine Runde gespielt. Montag folgen dann die zweite und die finale Qualifikationsrunde.
Kommen Sie vorbei und freuen sich auf Spitzentennis!

Teilnehmerfeld aktuell

Meldeliste wieder stark besetzt

Die vorläufige Teilnehmerliste des Sommercup Köln 2012 ist veröffentlicht und verspricht wieder hochklassiges Tennis. „Wir freuen uns sehr über die Anmeldung zahlreicher Topspieler und hoffen, viele von ihnen bald bei uns auf der Anlage zu sehen“, kommentiert Turnierdirektor Carsten Schauff die Neuigkeiten. Bei den Herren wird das Feld von der Nummer 204 der Welt, Peter Torebko, angeführt. Der 24-Jährige aus Wesel spielte den Sommercup Köln bereits im vergangenen Jahr und schied in der zweiten Runde nur knapp gegen den späteren Sieger Holger Fischer aus.

Neben Torebko haben sich weitere acht Spieler der Top 300 der ATP-Rangliste angemeldet, darunter die beiden Deutschen Bastian Knittel (267) und Kevin Krawitz (281). Das Hauptfeld schließt schon mit der Nummer 352 der Welt, Michal Konecny aus Tschechien, ab. Damit wäre auch die Qualifikation stark besetzt. „Selbst wenn sich das Teilnehmerfeld noch verändert, sind wieder spannende Matches zu erwarten. Die Konkurrenz ist sehr groß“, sagt Carsten Schauff.

Beim diesjährigen Sommercup gehen auch viele Spieler aus den Vorjahren an den Start: Unter anderem hat sich der Sieger von 2010, Jan-Lennard Struff (303), angekündigt. „Das zeigt, dass sich die Spieler bei uns wohl fühlen und wir gute Arbeit leisten“, freut sich Carsten Schauff. Neben der guten Besetzung, garantiert die Teilnehmerliste internationales Flair: Zwölf verschiedene Nationen sind im Hauptfeld der Herren zu finden, fünf Spieler kommen aus Deutschland.

Bei den Damen führt die Nummer 259 der Welt, Romana Caroline Tabak aus der Slowakei, die derzeitige Teilnehmerliste an. Ihr folgen drei weitere Top 300 Spielerinnen. Die bestgesetzte Deutsche ist mit Position 361 der Welt Anne Schaefer.

Bis zum 31. Mai hatten die Spielerinnen und Spieler die Möglichkeit, sich für die ITF-Turniere in der Woche vom 18. bis 24. Juni anzumelden. Die letzte Entscheidung für ein Turnier in dieser Zeit muss bis zum 6. Juni gefallen sein, dann steht das endgültige Teilnehmerfeld fest.

Alle Gewinner auf einen Blick

Der Sommercup 2011 ist zu Ende.

Die Gewinner sind:

Herreneinzel: Holger Fischer (GER)

Dameneinzel: Sandra Zaniewska (POL)

Herrendoppel: Dennis Bloemke (GER) und Peter Steinberger (GER)

Damendoppel: Anna Zaja (GER) und Vanessa Henke (GER)

DANKE! – Für das Teilnehmen, Zuschauen, Anfeuern, Unterstützen und Helfen!

 

Mit 30 Jahren den ersten Sandplatztitel

Köln. Die Routine setzte sich am Ende gegen die Unbeschwertheit durch: Holger Fischer (Sandhausen / Foto 2. v.l.) gewann am Sonntagnachmittag den Sommercup 2011 bei den Herren und folgt auf Jan-Lennard Struff. Über die komplette Turnierwoche zeigte Fischer ein großartiges Tennis und überstand dabei auch prekäre Situationen. Wie im Viertelfinale, als er in Satz drei gegen Peter Torebko bereits 1:4 0:40 hinten lag und später bei 4:5 zwei Matchbälle abwehrte. „Wenn du solche Spiele noch drehst, dann ist es sehr häufig der Fall, dass du am Ende auch das Turnier gewinnst, es pusht dich einfach“, sagte Fischer später. Mit einem Turniersieg hat er jedoch nicht geliebäugelt: „Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe so ein Turnier zu gewinnen, wenn ich gut spiele. Aber das Turnier hier ist so gut besetzt, da kannst du vorher nicht davon ausgehen.“

Sein Gegner Matt Reid (Australien) hatte im Finale mit 2:6/1:6 deutlich das Nachsehen, wie er neidlos anerkannte: „Holger hat wirklich großes Tennis gespielt und war einfach besser.“ Für den „Aussie“ war es die vierte Finalteilnahme auf der Tour, wobei es bei einem Turniersiegt bleibt. Der Routinier Fischer wird seinen Erfolg heute Abend gediegen genießen. „Ich bin nicht so der Feiertyp“, lächelt der 30-Jährige. Der Titel sei ihm dennoch sehr wichtig, denn „es ist der erste auf Asche.“

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Zaniewska gewinnt in ihrem „Wohnzimmer“

Köln. Sandra Zaniewska (Polen / Foto 2 v.l.) hat es vollbracht: Mit einem 6:4/6:2 Erfolg über Lena-Marie Hofmann (TC Luitpoldpark) hat die Vorjahressiegerin ihren Titel in Weiden erfolgreich verteidigt. „Es ist einfach traumhaft. Ich habe dieses Turnier schon nach dem ersten Sieg geliebt, jetzt liebe ich es noch mehr“, sagte die überaus glückliche Polin. Bei der Siegerehrung betonte sie noch einmal, wie wichtig es ihr war, zurück nach Köln zu kommen. Dafür hat sie sogar ein viel größeres Turnier in ihrer Trainingsheimat Türkei ausfallen lassen, obwohl es dort größeres Preisgeld und mehr Punkte für das Ranking gab: „Irgendwas in mir hat gesagt, dass ich wieder nach Köln muss. Das Turnier hier ist einfach etwas ganz besonderes.“ So besonders, dass sie Boris Becker adaptiert: „Der Centercourt hier in Weiden ist mein persönliches Wohnzimmer!“

In diesem Wohnzimmer war sie am Sonntag nicht zu schlagen. Auch wenn Lena-Marie Hofmann stets versuchte Druck aufzubauen, war Zaniewska in den entscheidenden Situationen zur Stelle. „Ich habe leider nicht so gut spielen können, wie ich es mir vorgenommen habe, war aber auch von den Anstrengungen der Woche gezeichnet“, sagte Hofmann. Für Zaniewska stand keine zwei Minuten nach Matchende eins bereits fest: „Im nächsten Jahr bin ich wieder da und versuche den Hattrick!“

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„Ein ganz besonderes Turnier“

Köln. Die Zuschauer auf der Anlage des TC Weiden bekamen am Samstag alles geboten, was das Tennisherz begehrt. Spannende Spiele, lange Ballwechsel und den ein oder anderen Zauberschlag. Obendrein geizten die Spielerinnen und Spieler nicht, was die Länge der Matches angeht. Beide Damenhalbfinals und auch das Herrenhalbfinale gingen über die volle Distanz. Allein das Match auf dem Centercourt dauerte 2 Stunden 20 Minuten. Dabei spielten Lena-Marie Hofmann (Foto) vom TC Luitpoldpark gegen die Qualifikantin Carolin Daniels vom VfL Bochum. Daniels gewann den ersten Satz mit 6:4 und alles sah danach aus, dass sich die Überraschungsspielerin des Turniers bis in das Finale spielen kann. In Durchgang zwei lag sie dann aber recht schnell mit 1:5 hinten und verlor den Satz mit 4:6. Hofmann hatte ihr somit ihren ersten Satzverlust im Turnier zugefügt.

„Anfangs war ich ziemlich nervös und verkrampft, hinten raus wurde es dann deutlich besser und ich habe auch richtig durchgezogen und wurde locker“, so Lena-Marie Hofmann. Während sich Hofmann steigerte ließ Daniels mit Dauer der Partie nach. „“ Mit 6:2 entschied Hofmann letztlich das Spiel für sich und zog ins Finale ein. Dort trifft sie auf die Titelverteidigern Sandra Zaniewska aus Polen. Sie traf im Halbfinale auf Bianca Koch vom TC Ettlingen. Die favorisierte Polin sicherte sich den ersten  Satz recht schnell mit 6:3. Koch war anfangs sehr nervös, fand aber zunehmend ins Spiel: „Ich habe mit der Zeit wirklich gut gespielt und im zweiten Satz das abgerufen, was ich kann.“ Mit 6:1 spielte sich Koch in den dritten  Satz. Da war es dann aber vorbei. Zaniewska blieb bei ihrem Spiel und gewann mit 6:1 im dritten Satz. Koch klagte dabei über Probleme im Adduktorenbereich. „Ich war ganz schön kaputt, die Beine schwer und dann ging nicht mehr viel. Gegen Sandra musst du jeden Punkt drei Mal machen, weil sie alles ausgräbt, das ist entsprechend anstrengend.“ Die Titelverteidigern war mit ihrem Spiel zufrieden: „Ich habe während der Saisonpause viel für die Fitness getan. Es ist einer meiner Stärken. Jetzt bin ich froh hier erneut im Finale zu stehen. Der Sommercup ist für mich ein ganz besonderes Turnier.“

Bei den Herren gab es nur ein Halbfinale. Matt Reid (Australien) stand schon als Finalteilnehmer fest, da sein Gegner Hans Podlipnik-Castillo wegen Schulterbeschwerden zurückzog.

Sein Gegner um 14 Uhr ist der Mannheimer Holger Fischer. Fischer, mit 30 Jahren ältester Spieler im Halbfinale, bezwang den Qualifikanten Florian Fallert, für den das Turnier trotz der Niederlage zufriedenstellend war: „Ein geiles Turnier von Anfang an. Aber am Ende war bei mir der Tank einfach leer. Im dritten Satz habe ich gemerkt, dass ich viele Spiele in der Woche absolviert habe.“ Fallert begann das Spiel gut, lag schnell vorne, musste den Satz dennoch mit 5:7 abgeben. Im zweiten Durchgang setzte er sich mit 6:3 durch. Danach konnte er seiner Leistung nichts mehr zusetzen. Routinier Fischer spielte seinen Stil runter und sicherte sich mit 6:3 im dritten Satz die Finalteilnahme.

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Bloemke und Steinberger holen Titel

Köln. Für den Geschmack der Zuschauer ging es bei den Herren etwas zu schnell. Nach nur einer Stunde und sechs Minuten standen die Sieger im Herrendoppel fest. Peter Steinberger (Foto l.) und Dennis Bloemke gewannen gegen Sebastian Serrano (Kolumbien) und Jerome Inzerillo mit 6:1 und 7:5. In Satz eins begann für das Süddeutsche Duo ideal. Sie breakten  beide Gegner  und  brachten  ihren  Aufschlag  jeweils durch. Der Rest war beim 6:1 Formsache. Satz zwei gestaltete sich da schon spannender, allerdings bestand zu keiner Zeit der Eindruck, dass die beiden Deutschen das Spiel nicht gewinnen würden. Auf der Tribüne hatten sie einen bekannten Unterstützer. Dustin Brown (Nr. 109 der Welt/s. nächste Seite), feuerte seine Freunde von der Tribüne aus auf dem Centercourt an. Die enttäuschten ihn nicht und sicherten sich den ITF-Doppeltitel beim Sommercup.

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